Internationaler Karlspreis zu Aachen

Veranstaltungen der Karlspreisstiftung 2009


Freitag, 20. November 2009, 20.00 Uhr
Ballsaal, Altes Kurhaus, Komphausbadstraße, Aachen

Lesung und Diskussion

Die Deutschen und ihre Nachbarn – Russland

Gerd Ruge, Journalist, Publizist, Autor und Essayist

Der Fall der Mauer hing unmittelbar mit Michail Gorbatschow und der russischen Politik der 80er Jahre zusammen. Ohne „Glasnost“ und „Perestroika“ wären die Ereignisse des Jahres 1989 nicht möglich gewesen. Gerd Ruge, Deutschlands bekanntester Russland-Experte, führt durch die russische Geschichte, schildert sowohl die Prägungen des Landes unter den Zaren und dem Sowjetstern als auch die aktuelle Situation. Sein Buch über Russland ist in der Reihe „Die Deutschen und ihre Nachbarn“ erschienen, die von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker herausgegeben wird.

Gerd Ruge (Jg. 1928), Journalist, Publizist, Autor und Essayist, ist als ARD-Korrespondent vielen ein Begriff. Er war u.a. langjähriger Leiter des ARD-Studios in Moskau und Chefredakteur des WDR. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Karten: Buchhandlung Schmetz am Dom, Kleinmarschierstraße 5 und Klenkes-Ticket im Kapuzinerkarree sowie an der Abendkasse. Eintritt: 8,- Euro / erm. 5,- Euro (zzgl. VVG)

Veranstalter: Buchhandlung Schmetz am Dom, Karlspreisstiftung und Kulturbetrieb der Stadt Aachen


Donnerstag, 12. November 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal, Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, Aachen

Diskussionsrunde

Ein Jahrhundert wird abgewählt. Aus den Zentren Mitteleuropas

Gesprächsteilnehmer:
Prof. Dr.-Ing. Vladimir Blazek, Dr.h.c. IHF/RWTH Aachen, Kulturverein Aachen-Prag e.V.
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Winfried Böttcher, RWTH Aachen und Europainstitut
Klaus Mehnert, Kaliningrad
Wieslaw Lewicki, Vorsitzender Verein Polregio e.V. u. Polnischer Kongress in Deutschland e.V., Aachen
Josef Ostfalk, Ungarisch-Deutscher Freundeskreis e.V., Aachen (angefragt)
Moderation: Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs

Budapest, Prag und Warschau, die ungarische, die tschechoslowakische und die polnische Hauptstadt, waren Brennpunkte im Jahr 1989 und Stationen auf dem Weg der Implosion des Kommunismus. 1956 kam es in Budapest zum Volksaufstand, 1968 in Prag, und 1980 wurde in Polen die unabhängige Gewerkschaft Solidarnosc gegründet. Aus den drei Ländern leben viele Bürgerinnen und Bürger in Aachen. Zum Teil sind sie vor 1989 nach Aachen gekommen, andere kamen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Wegbereiter der Freiheit von 1989 aus diesen drei Ländern wurden in Aachen mit dem Karlspreis geehrt: 1990 der damalige ungarische Außenminister Gyula Horn, 1991 Václav Havel, damals Präsident der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik, 1998 Bronislaw Geremek, Außenminister der Republik Polen, 2001 György Konrád, ungarischer Schriftsteller und Soziologe, und 2004 S.H. Papst Johannes Paul II., der mit seinem Pontifikat maßgeblich die Einheit Europas herbeigeführt hat. Gemeinsam mit Prof. em. Dr. Dr. h.c. Winfried Böttcher von der RWTH Aachen und vom Europainstitut Klaus Mehnert in Kaliningrad soll ein Blick auf das Jahr 1989 in den Zentren Mitteleuropas geworfen werden, auf die damalige Befindlichkeit und den heutigen Zustand.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen und Karlspreisstiftung


Sonntag, 8. November 2009, 11.00 Uhr

Krönungssaal, Rathaus der Stadt Aachen, Markt, Aachen                    

Festakt zum 20. Jahrestag des Falls der Mauer

S.E. Guy Verhofstadt, vormaliger Premierminister des Königreichs Belgien, Vorsitzender der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament

Mit dem 9. November 1989 ist nicht nur der Aufbruch zur Wiedervereinigung Deutschlands, sondern damit auch der Beginn des umfassenden Zusammenschlusses Europas verbunden, denn die deutsche Einheit und die europäische Einigung waren immer zwei Seiten ein und derselben Medaille.

S.E. Guy Verhofstadt (Jg. 1953) wurde im Juli 1999 zum Premierminister des Königreichs Belgien gewählt und führte nachfolgend drei unabhängige Regierungen über die Dauer von fast zehn Jahren an. In dieser Zeit hat er dem europäischen Integrationsprozess wertvolle Impulse gegeben und – beispielsweise in seinem beeindruckenden Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa: Manifest für ein neues Europa“ – deutliche Akzente gesetzt. Im Juni 2009 wurde Guy Verhofstadt zum Mitglied des Europäischen Parlaments gewählt, wo er nach seiner einstimmigen Wahl zum Vorsitzenden der ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und

Demokraten für Europa) sein Interesse an europäischer Politik weiter verfolgt.

Musikalische Begleitung durch das Kammerorchester der Musikschule der Stadt Aachen unter der Leitung von Thomas Beaujean.

Die Ansprache wird simultan übersetzt.

Festakt für geladene Gäste. Es steht nur eine begrenzte Anzahl freier Plätze zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: 0241/432-4941; E-Mail: kultur@mail.aachen.de

Veranstalter: Karlspreisstiftung und Stadt Aachen


Dienstag, 26. Mai 2009, 19.00 Uhr

Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Str. 8-10, Aachen

Veranstaltungsreihe Menschenrechte und Weltmächte – Anspruch und Wirklichkeit in einer multipolaren Welt

Menschenrechte sind Grundrechte –
können auch ihre Verächter sich auf sie berufen?

Gerhart Rudolf Baum, Bundesminister des Inneren a.D.

Die Auffassung, dass die allgemeinen Menschenrechte grundsätzlich und universal gelten sollen, führt zu einem staats- und rechtsphilosophischen Dilemma: Wie sollen Staaten mit Menschen umgehen, die diese Auffassung ablehnen und bekämpfen? Ist es nicht so, dass sich eine menschenrechtliche Gesellschaft erst dann selbst versteht, wenn sie zum Schutze der Grundrechte, die sie staatlich verbrieft, Sicherungsinstrumente schafft? Doch deren Anwendung kann eine Einschränkung der Grundrechte einschließen, für inkriminierte wie für unbescholtene Bürger. Darin besteht das Dilemma. Wenn es sich schon nicht lösen lässt, so muss doch gefragt werden, welche Mittel durch den Zweck noch gerechtfertigt werden können und welche nicht. Hierzu nimmt der vormalige Bundesinnenminister Gerhart Rudolf Baum Stellung.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie Aachen in Kooperation mit dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, RWTHextern, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen


Montag, 25. Mai 2009, 14.00 Uhr

Haus Matthéy, Gartensaal, Theaterstr. 67, Aachen

Vortrag und Diskussion

Comment parler de l’identité européenne? –
Europas Suche nach Identität

Prof. Dr. Jacques Dewitte, Philosoph, Übersetzer und Germanist

Nach Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt der gebürtige Belgier Jacques Dewitte seit 17 Jahren in Berlin. In seinen Forschungen beschäftigt er sich vor allem mit dem Problem der europäischen Identität. In seiner letzten Veröffentlichung L’exception européenne (Europa – eine Ausnahme) aus dem Jahre 2008 stellt er die Frage nach den Grundlagen einer europäischen Identität. Ist die europäische Idee am Ende nur ein Trugbild der Intellektuellen? Welche Faktoren könnten überhaupt eine europäische Identität stiften? Was macht die Besonderheit Europas aus? Und wie geht der moderne Europäer mit Kriegen und anderen historischen Ereignissen um, welche die Staaten in der Vergangenheit entzweiten? Jacques Dewitte weist einen Weg auf, der einen Ausgleich sucht zwischen leichtfertigem Verdrängen und einem Übermaß an Schuldgefühlen.

Einführung: Prof. Dr. Armin Heinen

Vortrag in französischer Sprache

Veranstalter: Deutsch-Französisches Kulturinstitut Aachen in Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft Berlin, dem Partnerschaftskomitee Aachen-Reims, dem Zusatzstudiengang Europastudien an der RWTH Aachen, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen



Donnerstag, 21. Mai 2009, 11.00-20.00 Uhr

Katschhof, Aachen

Karlspreis Open-Air

Das Fest zum Karlspreis

11.00 Uhr: TV-Übertragung des Festaktes auf Video-Großleinwand auf dem Markt, danach Bühnenprogramm auf dem Katschhof:

Nach dem Festakt: Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden empfängt Andrea Riccardi und weitere Karlspreisträger auf der Katschhofbühne.

Anschließend Live Musik u.a. mit:

13.00-14.30 Uhr
nincs pardon

Südosteuropäische Volksmusik und Jazz

Die Gruppe Nincs (ungarisch, gesprochen nientsch’ = es gibt kein) Pardon lädt ein zu einer Reise durch die Klangwelten von Jazz, Gypsy Swing und osteuropäischer Volksmusik. Mit Begeisterung, Temperament, Experimentier- und Spielfreude wird Musik aus Frankreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Armenien gespielt – kombiniert mit Jazz.

Besetzung: Nina Leonards, Stefan Michalke, Manni Hilgers, Steffen Thormählen.

15.00-16.30 Uhr
Pacifica

Italo-Pop

Italien, das Land von Sonne und Sehnsucht, Temperament und Träumen, Meer und Musik. Superstars wie Eros Ramazotti, Adriano Celentano und Zucchero verkörpern die italienische Lebensart und haben mit ihrer Musik internationalen Ruhm erlangt. Auf ihren Spuren bewegt sich die Band Pacifica, deren Sound den Originalen verblüffend nahe kommt. Arnaldo Gentile, das Stimmwunder aus den Abruzzen, und seine fünfköpfige Band bieten ein Programm der größten Hits italienischer Popmusik.

17.00-18.30 Uhr
Heiko Wätjen

„Songs from next door“

Heiko Wätjen spielte und spielt mit zahlreichen Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen, von Funk bis Klezmer, und von Bigband-Jazz bis Heavy Rock. Heute arbeitet er als Instrumentalist, Sänger, Songwriter und Dozent nach dem Motto: Hauptsache Musik, womit sie gemacht wird, ist zweitrangig.

Songs from next door – eine Auswahl aus vielen Dingen, die passiert oder eben nicht passiert sind. Singer/Songwriter dürfen das: mal ernst sein, mal witzig, mal funky, mal ruhig, mal sentimental, mal rockig. Wie das Leben. Popmusik. Die Besetzung ist ein buntes who-is-who der Aachener Szene:

Christian Vedder - Gitarre
Malcolm Kemp – Gitarre
Rene Schwiers – Tasten
Markus Proske – Bass
Yann Le Roux – Schlagzeug


19.00-21.00 Uhr
Oboja & the Obonixxx

Von traditionell-afrikanischer Musik und Tanz zum Afro-Pop

Oboja Adu, Tänzer, Choreograph, Sänger, Komponist und DJ aus Accra, Ghana, gilt als Erfinder des Afro-Pop als Tanzstil. Der Star der westafrikanischen Tanz-Szene lebt seit 1992 in Europa.


Mittwoch, 20. Mai 2009, 19.30-23.00 Uhr

Katschhof, Aachen

Vür sönd Europa!

Die Open-Air-Show zum Karlspreis.

Am Vorabend der Karlspreisverleihung wird es auf der Katschhofbühne wieder die Karlspreis-Show geben. Ab 19.30 Uhr werden die Stadt Aachen, die Karlspreisstiftung und die beiden Aachener Tageszeitungen, Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten, das Thema Europa von einer ausgesprochen bürgernahen Seite beleuchten. Was bedeutet dieses Europa für uns? Welche Chancen liegen darin verborgen? Wie europäisch ist Aachen eigentlich? Und welcher Reichtum erschließt sich in der Begegnung mit anderen Europäern? In der gut anderthalbstündigen Show, die von Uwe Brandt (Stadt Aachen) und Bernd Büttgens (AZ/AN) moderiert wird, stehen Unterhaltung und Information im Mittelpunkt. Talk, Tanz, Musik von Funx Force Five, Comedy - und natürlich ein Treffen mit dem Karlspreisträger Andrea Riccardi und weiteren prominenten Gästen der Karlspreisverleihung, die sich auf die Begegnung mit den Bürgern am Vorabend des Festaktes freuen. Ein stimmungsvoller Abend, frei nach dem Motto: Vür sönd Europa!

Eintritt frei.

Anschließend After-Karlspreisshow-Party mit Funx Force Five

Funx Force Five haben alles im Gepäck, was man für eine rauschende Party braucht: mitreißendes Entertainment, authentische Bühnenoutfits, Tanzeinlagen auf und vor der Bühne und vor allen Dingen: jede Menge Funk und Soul. In großer Besetzung incl. mehrerer Sänger und Bläsersatz lässt die Band die Helden der Black Music von James Brown über Aretha Franklin bis zu Earth, Wind and Fire wieder aufleben. In Aachen gegründet, leben die elf Profimusiker mittlerweile in der ganzen Republik verteilt, wodurch ihr Auftritt beim Karlspreis-Open-Air-Fest zu einem exklusiven Ereignis wird.


Mittwoch, 20. Mai 2009, 17.45 Uhr

Aula der Domsingschule, Ritter-Chorus-Str. 1-4, Aachen

Friedenstreffen

Im September 2003 veranstaltete die Gemeinschaft Sant’Egidio in Zusammenarbeit mit der Diözese und der Stadt Aachen ein internationales interreligiöses Friedenstreffen mit dem Titel: „Zwischen Krieg und Frieden: Religionen und Kulturen begegnen sich“. Dieses Treffen stellte eine Etappe auf dem Weg des Friedens und des Dialogs zwischen den Religionen dar, den Papst Johannes Paul II. mit dem historischen Weltfriedenstreffen von Assisi im Jahr 1986 begonnen hatte und den die Gemeinschaft Sant’Egidio jährlich fortsetzt. Einige Religionsvertreter werden an diesen Weg im „Geist von Assisi“ erinnern und eine Friedensbotschaft übermitteln

Veranstalter: Sant’Egidio, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Mittwoch, 20. Mai 2009, 15.00 Uhr

Fo 4, Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstr. 15, Aachen

Vortrag und Diskussion

Der Karlspreisträger 2009 an der RWTH Aachen

Prof. Dr. Andrea Riccardi

Am Vortag der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen 2009 wird der italienische Historiker und Gründer der Gemeinschaft von Sant’Egidio, Prof. Dr. Andrea Riccardi, die RWTH besuchen und einen kurzen Vortrag halten. Nachfolgend steht der designierte Karlspreisträger für eine Diskussion zur Verfügung.

Veranstalter: RWTH Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Mittwoch, 20. Mai 2009, 10.00 Uhr

Ratssaal des Rathauses der Stadt Aachen, Markt, Aachen

Karlspreis-Europa-Forum

Europas Verantwortung wahrnehmen

Im unmittelbaren Umfeld der Karlspreisverleihung finden sich europäische Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft zu einer Perspektivkonferenz zusammen und diskutieren die Themen „Die Krise als Chance? Herausforderungen und Gestaltungsoptionen für die europäische Wirtschaft in einer globalisierten Welt“ und „Verantwortung für Frieden und Entwicklung: Was erwartet die Welt von Europa?“.

Nur für geladene Gäste.

Veranstalter: Karlspreisstiftung, Stadt Aachen, Deutsche Telekom AG


Dienstag, 19. Mai 2009, 11.00 Uhr

Aula I der RWTH Aachen, Templergraben 55, Aachen

Verleihung des Europäischen Jugendkarlspreises

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises wird am 19. Mai zum zweiten Mal der Europäische Karlspreis für die Jugend vergeben, der mit insgesamt 10.000,- Euro dotiert ist. Im Rahmen eines zuvor vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung ausgeschriebenen Wettbewerbs haben sich hunderte Jugendliche aus allen 27 Mitgliedsländern der EU mit Projekten, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen, für die Auszeichnung beworben. Die Preisverleihung wird u.a. vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering, und vom Vorsitzenden der Karlspreisstiftung, Dr. Michael Jansen, vorgenommen.

Gesonderte Einladung.

Veranstalter: Europäisches Parlament, Karlspreisstiftung


Montag, 18. Mai 2009, 19.00 Uhr

Bischöfliche Akademie, August-Pieper-Haus, Leonhardstr. 18-20, Aachen

Vortrag und Diskussion


Frieden auf Erden? Neue kirchliche Initiativen in Afrika

Wie kann im Kontext Afrikas Versöhnung und Frieden erreicht werden? Zwei Persönlichkeiten und langjährige Partner der kirchlichen Hilfswerke wollen ins Gespräch kommen über neue, interessante Initiativen der afrikanischen Kirche. Der Erzbischof von Abuja, John Onaiyekan, erzählt von seinen Erfahrungen aus Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas mit über 250 verschiedenen Ethnien – und der größten christlich-islamischen Nation der Welt. Wie kann vor diesem Hintergrund ein Frieden stiftendes Engagement aussehen? Der Leiter des Denis Hurley Friedensinstituts der Südafrikanischen Bischofskonferenz, Pater Sean O’Leary, berichtet von seiner Friedensarbeit in verschiedenen afrikanischen Ländern, die an den Wurzeln der Konflikte ansetzt und Dialog, Gerechtigkeit und Versöhnung fördert. Für Sant’Egidio, die Gemeinschaft des Karlspreisträgers Andrea Riccardi, lässt uns Dieter Wenderlein teilhaben an den Erfahrungen in der Friedens- und Versöhnungsarbeit.

Moderation: Prof. Michael Rutz, Chefredakteur des Rheinischen Merkurs

Veranstalter: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen in Zusammenarbeit mit missio, Misereor, dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen


Sonntag, 17. Mai 2009, 20.00 Uhr

Kammermusiksaal der Hochschule für Musik Aachen, Theaterstr. 2-4, Aachen

Aufführung

Ich, wir und die Anderen“ oder „Europa rennt – und wo bin ich?“

Ein Abend zum Schmunzeln, Nachdenken und Lachen mit Vera Kremers, Niki Grammenou, Constanze Meijer, Anna Wagner und Katharina Penner.

Gesangs-Studierende der Hochschule für Musik Köln/Aachen haben in einer intensiven Arbeitswoche, musikalisch und darstellerisch, sowohl in Improvisation als auch durch bewusste Gestaltung, den Kern der Individualität des Menschen in seinem Spannungsfeld zwischen Vereinzelung und Auflösung in der Masse künstlerisch angefragt. Choreographische Elemente werden ebenso als formales Mittel erforscht, wie Rezitation und Gesang. Mit erfrischendem Selbsthumor spießen die jungen Darsteller ihre eigenen Vorbehalte gegen die lieben Mit-Menschen und Mit-Künstler auf, orten ihre kleinen, vermeintlich normalen Intoleranzen und Selbst-Überschätzungen, aber auch die unvermittelt aufscheinende Freude am lebendigen Gegenüber und dessen fremde, doch zugleich faszinierende Eigenheiten. Es wird gesungen, getanzt, gelacht und die Sehnsucht nach Gemeinschaft der Sehnsucht nach Eigenständigkeit gegenübergestellt.

Auch das Publikum gehört dazu. Marie Helle, Regisseurin und Dozentin an den Musikhochschulen Köln/Aachen und Stuttgart, konzipierte und leitet diesen unterhaltsamen, berührenden Abend.

Veranstalter: Hochschule für Musik Köln – Standort Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Samstag, 16. Mai 2009, ab 20.00 Uhr

Verschiedene Standorte

Wiener Laptop-Pop, europäischer Sprachwirrwarr und ukrainische Hochzeitslieder

Die 2. europäische Kulturnacht KONTINENTALE

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr sind es 2009 wiederum zehn Veranstaltungsorte, die mit dem gemeinsamen Kulturnacht-Ticket und den Shuttle-Bussen der ASEAG ab 20 Uhr miteinander vernetzt werden. So trifft man 2009 in der Bar Museo auf die drei schweiz-italienischen Hunde von Tre Cani, die ihre Heimatsprechen, Schwytzerdütsch und Italienisch, mit perfektem Flow in die globale Kunstfort HipHop transformieren. Im Anschluss zeigen die Goldfinger Brothers die hohe Kunst des Scratchens an vier Plattentellern, bevor mitten in der Nacht im europäischen melting pot die Balkan Beats zur Abschlussparty trommeln. Eine große Kulturpremiere erlebt das SuperC der RWTH Aachen. Dort reiht sich Act an Act, zum Beispiel der bekannteste Cartoonist und Stand-Up Comedian Belgiens, Kamagurka. Aber auch zwei der derzeit kreativsten Künstlerinnen, die Wienerin Gustav und die ukrainische Sängerin Mariana Sadovska werden präsentiert. In Gustavs Laptop-Pop geht es um Ambivalenzen – zeitgenössische Protestsongs und große Kunst! Die stimmgewaltige Mariana Sandovska und ihr Trio Borderland sammeln Lieder aus den abgelegensten Landstrichen der Ukraine und führen diese archaischen Stoffe in eine hochexpressive weltliche Kunst. Fetzen der Phonetik Europas, italienisches Libretto mit französischem Kommentar, neues vom Tage in vielen Sprachen – das alles im Dialog, Duett oder Duell; das ist die babylonische Lautpoesie des holländischen Polyglott Jaap Blonk und des deutschen Blechvirtuosen Paul Hubweber an der Posaune.

Das komplette Programm und alle Infos im Netz: www.klenkes.de/Kontinentale

Eintrittspreise:

VVK: 12,- € / 9,- € erm. zzgl. Gebühr

AK: 15,- € / 12,- € erm.

Einzeleintritt an bestimmten Veranstaltungsorten ist in begrenztem Kontingent möglich.

Der VVK beginnt Anfang April. Karten erhältlich bei klenkes ticket im Kapuziner Karree, AZ/AN Ticketshop in der Mayerschen Buchhandlung und beim Studentenwerk in der Mensa Turmstraße.

Veranstalter: Aachener Stadtillustrierte „Klenkes“, Kulturbetrieb der Stadt Aachen; mit Unterstützung der STAWAG und der Karlspreisstiftung


Mittwoch, 13. Mai 2009, 19.30 Uhr

„Space“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Str. 97-109, Aachen

Filmwoche

Terra Sonâmbula

Mosambik, 2007

Portugiesische Fassung mit englischen Untertiteln

Regie: Teresa Prata (nach dem gleichnamigen Roman von Mia Couto)

Mitten im mosambikanischen Bürgerkrieg und in einem verwüsteten Land sucht der kleine Muidinga trotz des täglichen Überlebenskampfes nach seinen Eltern. Er wird von Tuahir, einem alten Mann, begleitet und findet handgeschriebene Aufzeichnungen, die das Leben seiner Eltern beschreiben, die verzweifelt ihren Sohn suchen. Durch die Lektüre dieser Geschichte entdeckt Muidinga das Schicksal seiner Familie.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Instituto Camōes, Lisboa, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Mittwoch, 13. Mai 2009, 18.30 Uhr

Industrie- und Handelskammer, Theaterstr. 6-10, Aachen

Vortrag und Diskussion

Von de Gasperi zu Riccardi – Italien in der EU

S.E. Antonio Puri Purini, Botschafter der Italienischen Republik in Berlin

Als Gründungsmitglied der Europäischen Gemeinschaften steht die Italienische Republik für zahlreiche herausragende Beiträge zur Integration unseres Kontinents und ist ein wichtiger Grundpfeiler der EU. Mit dem Internationalen Karlspreis ist der Mittelmeerstaat in besonderer Weise verbunden. Denn mit Alcide de Gasperi nahm schon 1952 der erste Regierungschef eines europäischen Landes die Aachener Auszeichnung entgegen. Ihm folgten große Staatsmänner wie Antonio Segni, Emilio Colombo und Carlo Azeglio Ciampi. Mit Andrea Riccardi wird im laufenden Jahr erstmals ein Repräsentant der italienischen Zivilgesellschaft ausgezeichnet, kein Politiker also – aber auch keineswegs unpolitisch. Über Italien in der EU und seine bisherigen Karlspreisträger spricht und diskutiert S.E. Antonio Puri Purini, der italienische Botschafter in Berlin.

Veranstalter: IHK Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Dienstag, 12. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche

Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Zabriskie Point

USA, 1970

Italienische Fassung

Regie: Michelangelo Antonioni

In diesem nach dem Zabriskie Point im Death Valley, Kalifornien, USA benannten Film zeigen zwei Angehörige der 1968er Generation, Daria Halprin und Mark Frechette, gleichsam im Zeitraffer ihre Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ihren Institutionen und Werten. Pink Floyd hat dazu die Musik geschrieben.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Dienstag, 12. Mai 2009, 19.00 Uhr

Fo 6, Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstr. 15, Aachen

Veranstaltungsreihe Menschenrechte und Weltmächte – Anspruch und Wirklichkeit in einer multipolaren Welt

Menschenrechte aus anderer Perspektive: Über die Möglichkeit einer interkulturellen Menschenrechtsbegründung am Beispiel Chinas

Dr. Heinrich Geiger, Referatsleiter Asien beim Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD), Bonn

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird den Menschenrechten universale Geltung zuerkannt: am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Doch zwischen den bedeutendsten Mitgliedstaaten der UN – wie den USA, Russland und China – bauen sich immer wieder Spannungen auf, wenn es gilt, das Maß der Integration der Menschenrechte ins nationale Recht und ins politische Handeln der Nationen zu bewerten. Das liegt u.a. an den unterschiedlichen Kulturstandards dieser Staaten. Dr. Heinrich Geiger geht der Frage nach, wie sich das ursprünglich westliche Thema der allgemeinen Menschenrechte aus der Perspektive Chinas darstellt – und wie eine interkulturelle Menschenrechtsbegründung mit chinesischer Beteiligung aussehen könnte.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie Aachen in Kooperation mit dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, RWTHextern, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen


Dienstag, 12. Mai 2009, 9.30 Uhr und 11.00 Uhr

Barockfabrik – Zentrum für Kinder- und Jugendkultur, Löhergraben 22, Aachen

Lesung

Ein Apfel für den lieben Gott

Hermann Schulz

Gretchen bringt ihre Eltern zur Verzweiflung. Die Drohung, dass der liebe Gott alles sieht und sie bestraft, beeindruckt sie wenig. Sie glaubt nicht an göttliche Strafe und denkt sich noch schlimmere Streiche aus. Ihr unerschütterliches Vertrauen in das Gute wird nicht enttäuscht. Dorota Wünsch setzt die witzige Geschichte von Hermann Schulz mit viel Freude am Detail ins Bild und macht das wilde Kind ganz unwiderstehlich. Die Bilder werden bei der Lesung als Dias gezeigt.

Für Kinder ab 5 Jahren.

Veranstalter: Barockfabrik – Zentrum für Kinder- und Jugendkultur, Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung


Montag, 11. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche

Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Io speriamo che me la cavo

Italien, 1992

Originalfassung in italienischer Sprache

Regie: Nina Wertmüller (nach dem gleichnamigen Bestseller von Marcello d’Orta)

Dieser Film schildert die Geschichte des Lehrers Marco Tullio Sperelli, der durch einen Computerfehler statt nach Ligurien an eine Schule in der Nähe von Neapel versetzt wurde. Deutlich werden die politischen und sozialen Missstände im Hinblick auf die „Nord-Süd-Problematik“ in Italien aufgezeigt. Am Schluss kehrt Sperelli in den Norden zurück, gehört aber zu denjenigen, die den Süden verstehen.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.


Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Sonntag, 10. Mai 2009, 14.00 Uhr

Theater Aachen, Theaterplatz, Aachen

Kultur gegen Rechts

Am 10. Mai 1933 begannen nationalsozialistische Studenten ihre „Aktion gegen den undeutschen Geist“, bekannt als Bücherverbrennung. Für die Gruppe derjenigen, die sie als „Träger“ dieses „undeutschen Geistes“ markierten, war dies der symbolische Ausschluss aus dem kulturellen und künstlerische Leben, und für viele folgte der symbolischen Verbrennung die physische Vernichtung. Diejenigen aber, welche die Bücher ins Feuer warfen, meldeten damit ihren Anspruch an, als künftige Akademiker Teil einer rücksichtslosen Führung zu werden. Um ein Zeichen gegen den heutigen Rechtsextremismus zu setzen, inszeniert das Theater Aachen Texte der Verfolgten und gibt Einblicke in das Selbstbild der Täter.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Theater Aachen, Volkshochschule, Karlspreisstiftung


Sonntag, 10. Mai 2009, 11.00 Uhr

Kammermusiksaal der Hochschule für Musik Köln – Standort Aachen, Theaterstr. 2-4, Aachen

Lieder-Matinee

Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird an verdienstvolle Persönlichkeiten verliehen, die mit ihrer Arbeit und ihrer Überzeugung eintreten für ein geeintes und starkes Europa. Gelebte internationale Nachbarschaft und Zusammenarbeit ist Alltag an der Musikhochschule in Aachen. Deshalb lag es nahe, eine Matinee zum Rahmenprogramm zusammenzustellen, in der Studenten Lieder verschiedener europäischer Länder (teilweise ihrer Heimatländer) auf die Bühne bringen. Zur Aufführung kommen Lieder aus Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Estland, Deutschland und anderen Ländern. Prof. Claudia Kunz-Eisenlohr hat mit Studenten eine Matinee zusammengestellt, die sie selbst moderieren wird.

Veranstalter: Hochschule für Musik Köln – Standort Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Samstag, 9. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche

Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Brutti, sporchi e cattivi

Italien, 1976

Originalfassung in italienischer Sprache

Regie: Ettore Scola

Dieser für die beste Regie beim 29. Festival von Cannes ausgezeichnete Film gibt am Beispiel einer 25-köpfigen Familie einen Einblick in das grausame und elende Leben einer römischen Barackensiedlung der 1960er Jahre.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Samstag, 9. Mai 2009, 11.00 Uhr

Telekom Shop, Holzgraben 6-10, Aachen

Quiz – Europa Glücksrad „Erleben, was verbindet.“

Was ist die meist gesprochene Sprache Europas? Wann war die Geburtstunde der EU? Auf welchen großen Denker geht die Demokratie als politisches System zurück? – Diese und weitere Fragen rund um Europa, die kulturellen Wurzeln und gemeinsame Geschichte der Mitgliedsländer, gilt es am Europatag, dem 9. Mai 2009, zu beantworten, wenn sich wieder das bunte Europa-Glücksrad am Telekom Shop am Holzgraben dreht. Nach dem begeisterten Zuspruch der Aachener in den vergangenen drei Jahren beteiligt sich die Deutsche Telekom erneut als Partner und Hauptsponsor der Karlspreisstiftung mit einem Glücksrad-Gewinnspiel am Rahmenprogramm. Neben viel Spaß beim Raten und Rätseln winken attraktive Sofortgewinne. Auch beim Fußweg zwischen dem Telekom Shop am Holzgraben und dem Telekom Shop in der Adalbertstraße können Passanten erleben, was uns Europäer verbindet.

Veranstalter: Deutsche Telekom AG in Zusammenarbeit mit der Stiftung Internationaler Karlspreis


Samstag, 9. Mai 2009

Fahrt nach Brüssel – Tag der offenen Tür der europäischen Institutionen

Die Europäische Union öffnet ihre Türen für die Bürgerinnen und Bürger. Am Samstag, 9. Mai 2009, ermöglichen die europäischen Institutionen einen Blick hinter die Kulissen. Das Europe Direct Informationsbüro Aachen organisiert eine kostenlose Busfahrt zum Tag der offenen Tür nach Brüssel. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ort und Zeit der Abfahrt werden bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Interessenten wenden sich bitte an: Europe Direct Informationsbüro Aachen, Haus Löwenstein, Markt 39, 52058 Aachen, Tel.: 0241 / 432-7627, E-Mail: europedirect@mail.aachen.de

Veranstalter: Europe Direct Informationsbüro Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Freitag, 8. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche

Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Accatone

Italien, 1961

Originalfassung in italienischer Sprache

Regie: Pier Paolo Pasolini

In dem Film wird die Geschichte eines nichtsnutzigen Vorstadtrowdys erzählt, der auf Kosten einer Prostituierten lebt. Eines Tages entscheidet er sich, für eine andere Frau mit Namen Stella sein Leben zu ändern und einer Arbeit nachzugehen, fällt jedoch nach nur einem Tag erbrachten Einsatzes in den gleichen Teufelskreis zurück.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Freitag, 8. Mai 2009, 19.00 Uhr

Barockfabrik – Zentrum für Kinder- und Jugendkultur, Roter Saal, Löhergraben 22, Aachen

Lesung

Zwischen Sprachen

Gino Chiellino und Jürgen Nendza

Ein internationaler Schüleraustausch der besonderen Art gibt Anlass für die zweisprachige Dichterlesung, denn die Comenius-Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium der Stadt Würselen und dem Liceo Torelli in Fano/Italien stand und steht im Zeichen der Literatur. Selbst verfasste Gedichte und Kurzprosa der Schüler werden dabei einander vorgestellt, diskutiert und übersetzt. So kommt es für die Schüler zwischen den Sprachen und im Medium der Poesie zu Begegnungen mit dem Fremden und dem Eigenen – und dem Fremden am Eigenen. Diese Erfahrung bezeugen auf ganz eigene künstlerische Art auch die Gedichte von Gino Chiellino und Jürgen Nendza. Der gebürtige Italiener Gino Chiellino verfasst seine feinnervige interkulturelle Poesie seit Jahrzehnten auf Deutsch – eine sensible Gratwanderung, die ein mehrsprachiges Denken und Wahrnehmen voraussetzt. Und auch Jürgen Nendza, dessen ebenso ruhige wie artifizielle Gedichte vielfach übersetzt worden sind, begibt sich im Dialog mit seinen Übersetzern immer wieder an die Grenzen der Sprache. Auf Deutsch und Italienisch werden die beiden Autoren ihre Gedichte vorstellen und zusammen mit Lehrern und Übersetzern über den sprachlichen Transfer diskutieren. Flankiert werden sie dabei von Gedichten der deutschen und italienischen Austauschschüler.

Veranstalter: Liceo Torelli Fano/Italien, Gymnasium der Stadt Würselen, Circolo Culturale Italo-Tedesco Aachen e.V., Karlspreisstiftung, Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Buchhandlung Schmetz am Dom


Donnerstag, 7. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche

Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films
Il Bidone
Italien, 1955
Originalfassung in italienischer Sprache
Regie: Federico Fellini

Augusto ist ein erfahrener Betrüger und Kleinkrimineller. Eines Tages entscheidet er, sich und sein Leben zu ändern – aber es ist zu spät. Trotz eines von ihm geplanten Betruges – diesmal jedoch mit einem ehrbaren Ziel – erschlagen ihn seine erzürnten Komplizen.

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Donnerstag, 7. Mai 2009, 19.30 Uhr

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, August-Pieper-Haus, Leonhardstr. 18-20, Aachen

Vortrag und Diskussion

Ein Neustart Europas ohne Finanzkapitalismus

Prof. em. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ

In Vortrag und Diskussion wird Prof. Hengsbach die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise auch und gerade in der EU thematisieren und folgende Fragen behandeln: „Wird die als beispiellos erfahrene Krise bloß dazu führen, dass mit Hilfe öffentlicher Gelder in Milliardenhöhe ein System wieder hergestellt wird, das vorrangig der vermögenden Klasse einer privaten Minderheit dient, oder wird sie einen gesellschaftlichen Lernprozess auslösen, der einen demokratischen Neustart erzeugt, nämlich die wirtschaftliche Wertschöpfung, die von allen erarbeitet wird, fair verteilt und die Entscheidungen über die Produktion und Verteilung in die Hände der Belegschaften, der souveränen Kunden und der politischen Organe legt?“ Zwei Zitate markieren seinen Referenzrahmen: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Inhalt und Ziel der sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen des Volkes sein“ (Ahlener Programm der CDU der britischen Zone 1947) – „Die westlichen Länder laufen Gefahr, in dem Scheitern des Sozialismus den einseitigen Sieg ihres Wirtschaftssystems zu sehen und sich nicht darum zu kümmern, an diesem System die gebotenen Korrekturen vorzunehmen“ (Papst Johannes Paul II. 1991).

Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach zählt zu den bekanntesten Sozialethikern in Deutschland. Von1985 bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Christliche Sozialwissenschaft bzw. Wirtschafts- und Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Von 1996 bis 2006 leitete er das Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik.

Veranstalter: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Donnerstag, 7. Mai 2009, 18.30 Uhr

Sparkasse Aachen, Zentrale Münsterplatz 7-9, Aachen

Vortrag und Diskussion

Karlspreisträger 2009: Andrea Riccardi

Ludwig Ring-Eifel, Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur

1968 gründete der damals gerade 18-jährige Gymnasiast Andrea Riccardi gemeinsam mit einigen Freunden die Gemeinschaft von Sant’Egidio. Die katholische Laienbewegung wuchs sich in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einem weltumspannenden Beziehungsnetz aus, das heute über 50.000 Mitglieder zählt, die in mehr als 70 Ländern auf vier Kontinenten engagiert sind – wobei sich die Anhängerschaft nicht zuletzt aus jungen Menschen rekrutiert. Neben dem gemeinsamen Gebet und der Weitergabe des Evangeliums haben sich die Mitglieder der Gemeinschaft die Freundschaft mit den Armen, die Ökumene und den Dienst am Frieden zum Ziel gesetzt.

Als vormaliger Korrespondent in Rom und heutiger Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur hat Ludwig Ring-Eifel den designierten Karlspreisträger viele Jahre beobachtet und publizistisch begleitet. Er stellt Andrea Riccardi der Aachener Öffentlichkeit vor.

Veranstalter: Sparkasse Aachen, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Mittwoch, 6. Mai 2009, 18.30 Uhr

Krönungssaal des Rathauses der Stadt Aachen, Markt, Aachen

Vortrag und Diskussion

Der heilige Aegidius und Karl der Große. Zur Suche nach Karls großer Sünde

Prof. Dr. Max Kerner, Historisches Institut der RWTH Aachen

Auf einem der Dachreliefs des Karlsschreins im Aachener Dom sind die Beichte Karls des Großen und die Messe des heiligen Aegidius dargestellt. In der linken Hälfte bekennt der bußfertige Karl dem hl. Aegidius seine Schuld, in der rechten kniet er vor dem Altar, um die Kommunion zu empfangen. Der zögernde Aegidius erfährt von einem Engel auf einem Spruchband, dass Karl vergeben und seine Todsünde in eine lässliche Sünde verwandelt wurde. Dieser göttliche Gnadenerweis für Karl den Großen ist darin begründet, dass der hl. Aegidius – Eremit in der Provence und Gründerabt der nach ihm benannten Benediktinerabtei von Saint-Gilles (in der Nähe von Arles) und gestorben ca. 720 (also weit vor Karls des Großen Geburt) – bereits seit dem 10. Jahrhundert als Fürbitter Karls verehrt und in die hochmittelalterliche Karlslegende übernommen wurde. Von Karls mysteriöser Sünde erfährt man in dieser breiten Kultgeschichte zunächst nichts Genaueres, im Vordergrund steht das göttliche Vergebungswunder, bewirkt durch die Kraft des hl. Aegidius. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Frage des sündhaften Königs, die Suche nach seiner großen Schuld, die dunkle Seite des mittelalterlichen Karlsbildes und dabei auch die Bedeutungsgeschichte des hl. Aegidius mithilfe der geschichtlichen Quellen und ihrer Kritik behutsam zu klären.

Veranstalter: Karlspreisstiftung, Stadt Aachen, RWTH Aachen


Dienstag, 5. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche
Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Riso Amaro
Italien, 1949
Originalfassung in italienischer Sprache
Regie: Giuseppe De Santis

Der in der Poebene zur Saison der Reispflanzung spielende Film erzählt die tragische Geschichte eines Diebes und seiner schönen Komplizin, die, von den sozialen Missständen im Nachkriegsitalien gezeichnet, in einen Teufelskreis des Stehlens geraten. Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Dienstag, 5. Mai 2009, 19.00 Uhr

Fo 6, Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstr. 15, Aachen

Veranstaltungsreihe Menschenrechte und Weltmächte – Anspruch und Wirklichkeit in einer multipolaren Welt

„Amerika, du hast es besser“ – Die amerikanischen Wurzeln der Menschenrechte

Dr. Mandana Biegi, Institut für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen

Die Deklaration von Menschenrechten ist historisch gesehen ein Projekt der westlichen Moderne. So spricht die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika vom 4. Juli 1776 von „gewissen, unveräußerlichen Rechten“ wie dem auf „Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück“. In den „Bill of Rights“, den ersten zehn Zusatzartikeln zur Verfassung der USA, werden diese Grundrechte am 25. September 1789 vom amerikanischen Kongress bekräftigt und verbrieft. Damit beginnt der Siegeszug des Menschenrechtsgedankens in der westlichen Welt. Dr. Mandana Biegi vergegenwärtigt die amerikanischen Anfänge dieses stets gefährdeten und immer wieder neu zu erringenden Erfolgs.

Veranstalter: Evangelische Stadtakademie Aachen in Kooperation mit dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, RWTHextern, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen


Montag, 4. Mai 2009, 19.30 Uhr

Vortragssaal im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstr. 18, Aachen

Filmwoche
Brennpunkte der Gesellschaft – Klassiker des italienischen Films

Ladri di biciclette Italien, 1948
Originalfassung in italienischer Sprache
Regie: Vittorio De Sica (nach einem Roman von Luigi Bartolini)

Im Rom der Nachkriegszeit ist der Besitz eines Fahrrads als wichtiges Fortbewegungsmittel sehr wertvoll. Am Beispiel der Geschichte des Tagelöhners Antonio Ricci, der Opfer eines Fahrraddiebstahls wird, zeigt Vittorio De Sica in seinem Film sehr realistisch die Alltagsprobleme der italienischen Bevölkerung der Nachkriegszeit zwischen Armut und Kleinkriminalität. Einführungsvortrag von Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Italienisches Generalkonsulat Köln, Italienisches Kulturinstitut Köln, Lehrstuhl I für Romanische Philologie der RWTH Aachen


Montag, 4. Mai 2009, 19.00 Uhr

Bischöfliche Akademie, August-Pieper-Haus, Leonhardstr. 18-20, Aachen

Vortrag und Diskussion

Was tragen kirchliche Institutionen zu Europa bei?

Dr. Manfred Körber, Generalvikariat Aachen
Johannes Schnettler, Vizepräsident der internationalen Friedensbewegung Pax Christi
Georg Hupfauer, Bundesvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB)
Prof. Dr. Klaus Reder, Sant’Egidio Deutschland

Die Katholische Kirche gestaltet die Zukunft Europas mit. Die Auswirkungen des Christentums auf die Bereiche Kultur, Wirtschaft und Politik liegen auf der Hand. Dabei sollte die Diskussion nicht, wie in den letzten Jahren geschehen, darauf verengt werden, ob der Gottesbezug in die europäische Verfassung gehört. Es sind in der jüngeren Geschichte gerade immer wieder kirchliche Basisbewegungen und Verbände gewesen, die sich für ein Europa der Bürger stark gemacht haben. Hierin besteht der unmittelbare Bezug zur Verleihung des diesjährigen Karlspreises an Professor Andrea Riccardi, den Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio. Im Rahmen der Tagung soll der Beitrag katholischer Gemeinschaften, Bewegungen und Verbände für das Zusammenwachsen von Europa tiefer betrachtet und den Fragen nach dem Zukunftspotenzial dieses Wirkens nachgegangen werden.

Veranstalter: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen in Kooperation mit der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Aachen, der Karlspreisstiftung und der Stadt Aachen


Samstag, 2. Mai 2009, 19.00 Uhr

Krönungssaal des Rathauses der Stadt Aachen, Markt, Aachen

Konzert

Junge Stimmen für Europa
Gemeinschaftskonzert des Prager Jugendchores Zvonky unter Leitung von Prof. Jarmila Novenková und des Aachener Domchores unter Leitung von Domkapellmeister Berthold Botzet.
Unter Schirmherrschaft von S. Em. Kardinal Miloslav Vlk, Erzbischof von Prag

Der Jugendchor Zvonky – Praha der Musikschule Prag wurde 1996 gegründet. In dem Chorstudio singen insgesamt etwa 220 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 20 Jahren in vier Abteilungen. Das Repertoire orientiert sich am Alter der Kinder, wobei auf stilistische Vielfalt Wert legt wird. So stehen außer Volksliedern auch geistliche Kompositionen von mittelalterlichen Chorälen bis hin zu Werken hauptsächlich tschechischer Komponisten (Dvořák, Smetana, Martinů, Eben, Lukáš u. a.) im Programm. Zvonky hat, außer in Prag, an vielen Orten Konzerte gegeben und an mehreren internationalen Festivals und Chorwettbewerben erfolgreich teilgenommen so in Frankreich, Italien, Belgien, Italien, Polen und England. Für diesen Sommer ist eine Reise in die USA und Kanada geplant. Bis heute hat der Chor sieben CDs aufgenommen.
Der Aachener Domchor ist der älteste deutsche Knabenchor mit einer mehr als 1200-jährigen Geschichte. Seine Gründung geht zurück auf die Aachener Hofschule „Schola Palatina“, die Karl der Große mit dem Gelehrten Alkuin gründete. Seit dieser Zeit musiziert der Chor in der traditionellen Besetzung mit Knaben und Männern durch alle Jahrhunderte in der berühmten Pfalzkapelle Karls des Großen. Seit den Anfängen gab es auch stets die „Chorschule“, in welcher Organisationsform auch immer: Schola Palatina, Choralinstitut, Stiftsschule, Domsingschule. Die heutige Domsingschule ist eine private katholische Grundschule für Jungen und Mädchen. Der Domchor gestaltet jährlich etwa 70 Gottesdienste und Konzerte im Hohen Dom und ist zudem in vielen Kirchen des Bistums Aachen und der angrenzenden Diözesen zu Gast. Konzertreisen führten in den letzten Jahren nach Russland, Amerika, Israel, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Italien, Südkorea und auf den Balkan. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Kulturverein Aachen-Prag e.V., Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, Domkapitel Aachen, Stadtbezirk Prag 3


Samstag, 2. Mai 2009, 14.00 Uhr

Dreiländereck

Fest

Über die Grenzen hinweg

Vor elf Jahren feierte die polnische Gemeinde in Aachen mit Bronislaw Geremek den ersten polnischen Karlspreisträger. Im Jahre 2004 erhielt S.H. Papst Johannes Paul II. den Außerordentlichen Internationalen Karlspreis zu Aachen. Er hat 1986 das interreligiöse Friedensgebet von Assisi initiiert, das von Sant’Egidio fortgeführt wird. Dieses Jahr veranstaltet der Verein Polregio ein großes Fest am Dreiländereck. Es wird in einer europäischen Dimension und Perspektive gefeiert: 5 Jahre Beitritt Polens zur EU, 20. Jahrestag der ersten freien Wahlen in Polen, Tag der Auslandspolen, der sog. Polonia und Vorfreude auf den Polnischen Nationalfeiertag am Sonntag, 3. Mai. Die polnischen Organisationen aus Aachen, Belgien und den Niederlanden stellen Künstler – Musikbands, Sänger, Fotografen, Maler und Bildhauer – aus ihren Reihen vor. Polnische Musik und Kunst sind die Hauptattraktionen des Festes. Das ferne Nachbarland Polen bleibt touristisch immer noch unbekannt, so werden sich hier Gäste über die Tourismusmöglichkeiten in Polen informieren können. Spezialitäten der polnischen Küche runden die kulturelle Begegnung am Dreiländereck ab.
Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Verein Polregio e.V., Polnischer Kongress in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturbetrieb der Stadt Aachen, der Karlspreisstiftung, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Konsularabteilungen der Botschaften der Republik Polen in Brüssel und in Den Haag und dem Generalkonsulat der Republik Polen in Köln


Mittwoch, 29. April 2009, 20.00 Uhr

Buchhandlung Schmetz am Dom, Kleinmarschierstr. 5, Aachen

Musik und Literatur aus Italien

„Una Serata Italiana“

Reinhold Joppich liest aus den Werken von Ignazio Silone
Antonella Sellerio singt italienische Lieder

Am 1. Mai 1900 wurde Ignazio Silone in Pescina, einem Abruzzendorf geboren. Erzogen wurde er in einem katholischen Priesterseminar. Er gehörte 1921 zu den Mitbegründern der Kommunistischen Partei Italiens und lebte unter Mussolini im Untergrund. 1939 trat er wieder aus der PCI aus und lebte ab dann im Schweizer Exil, wo er seine berühmtesten Romane schrieb, u.a. „Fontamara“, „Wein und Brot“ und „Der Samen unter dem Schnee“. Silone schloss sich nach dem Krieg der Sozialistischen Partei Italiens an, war lange Jahre Vorsitzender des italienischen P.E.N. und schrieb weitere Romane, die ihm schriftstellerischen Ruhm einbrachten sowie eine Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren. Er starb 1978 in Genf. Silones Bücher erscheinen in deutscher Sprache bei Kiepenheuer & Witsch, Köln.
Im Werk Silones herrscht eine Grundstimmung aus eigenwilliger Religiosität verbunden mit der Verwurzelung im Heimatboden und stolzer Unabhängigkeit. Alle Bücher Silones erzählen die Geschichte des unbekannten Revolutionärs, des Mannes ohne Namen und Gesicht, der als Ausgestoßener und wie in Pilger durch die Abruzzendörfer zieht.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- €

Veranstalter: Buchhandlung Schmetz am Dom, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Dienstag, 28. April 2009, 20.00 Uhr

Mayersche Buchhandlung, Forum M, Buchkremerstr. 1-7, Aachen

Lesung

Wer ist Wir?

Dr. Navid Kermani

Ohne darüber nachgedacht zu haben, ist Deutschland zu einem Einwandererland geworden. Mit den Menschen kam auch eine „neue“ Religion: der Islam. In seinem jüngst erschienenen Buch erzählt der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani auf sehr persönliche Weise von seinem Leben als Kind iranischer Eltern in Deutschland und berichtet von seinen Erfahrungen als Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz. Dabei erweist er sich einmal mehr als genauer Beobachter, scharfer Analytiker und mitreißender Erzähler.
In der islamischen Welt wie auch in Deutschland und Europa ist die Debatte darüber, was die eigene Kultur ausmacht, in vollem Gange. Am deutlichsten zeigen sich die Frontlinien am Umgang mit den Muslimen. Wie immer die Antwort ausfällt, sie hat angesichts der demografischen Entwicklung und der weltpolitischen Lage gravierende Auswirkungen auf unsere Zukunft. In welchem Europa möchten wir leben? – Navid Kermanis Buch überzeugt durch die leisen Töne, denn unsere Identität als Deutsche, Europäer, Muslime oder Christen ist vielfältiger und ambivalenter, als uns oft eingeredet wird.
Eintritt: 10,- € / 7,- € (Schüler & Studenten)

Veranstalter: Mayersche Buchhandlung, Karlspreisstiftung, Stadt Aachen


Dienstag, 28. April 2009, 10.00 Uhr

Einhard-Gymnasium, Robert-Schuman-Str. 4, Aachen

Podiumsdiskussion

Europa? Ihr habt die Wahl!

Elmar Brok MdEP (CDU)
Martin Schulz MdEP (SPD)
Reinhard Bütikofer (Bündnis 90/Die Grünen)
Alexander Plahr (FDP)
Jürgen Klute (Die Linke)

Nur zweieinhalb Wochen nach der Verleihung des Internationalen Karlspreises entscheiden am 7. Juni mehr als 370 Millionen Wählerinnen und Wähler über die neue Zusammensetzung des Europäischen Parlaments. Spitzenvertreter von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke diskutieren zum Auftakt des Karlspreis-Rahmenprogramms ihre Vorstellungen von europäischer Politik und stellen sich den kritischen Fragen von Schülerinnen und Schülern des Aachener Einhard-Gymnasiums.

Veranstalter: Karlspreisstiftung, Stadt Aachen, Einhard-Gymnasium, Aachener Zeitung


Samstag, 28. März 2009, 19.30 Uhr

Couven-Museum, Hühnermarkt, Aachen

Lesungen und Gespräche

Abend der polnischen Literatur

Neben vier Literaturnobelpreisträgern hat die polnische Literatur auch herausragende junge Schriftsteller hervorgebracht. Zwei dieser jungen Literaten, Łukasz Dębski und Jacek Dehnel, werden gemeinsam mit Dr. Albrecht Lempp, einem bedeutenden Kenner der polnischen Literatur, ihre neuesten Werke in deutscher und polnischer Sprache in Aachen vorstellen. Der 1975 in Krakau geborene Prosaschriftsteller, Drehbuchautor und Kinderbuchautor Łukasz Dębski wird aus seinem neuesten Werk „Café Szafé“ lesen. Die deutsche Fassung seiner Texte trägt der ARD-Hörfunk- und TV-Sprecher Jörg Hustiak vor. Jacek Dehnel, Jahrgang 1980, ist in Danzig geboren und lebt heute in Warschau. Mit seinem Debütroman „Lala“ hat er der Großmutter des Erzählers ein literarisches Denkmal gesetzt. Aus der deutschen Übersetzung liest der Schauspieler Bernt Hahn. Den musikalischen Rahmen des Abends gestalten Arkadiusz Bleszynski (Gitarre) und Krzysztof Kozielski (Bass).
Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Kulturbetrieb der Stadt Aachen und das Generalkonsulat der Republik Polen in Köln in Zusammenarbeit mit dem Verein polregio e.V. aus Aachen, der Karlspreisstiftung, der Walter-Hasenclever-Gesellschaft und dem Verein IGNIS aus Köln


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