Der Karlspreisträger 1995

Franz Vranitzky

Bundeskanzler der Bundesrepublik Österreich

Zur Person:
  • Geboren am 4. Oktober 1937 in Wien.
  • Studium der Betriebswirtschaft an der Hochschule für Welthandel in Wien (Abschluß 1960); nach beruflicher Tätigkeit in der Industrie wechselte er 1961 zur Österreichischen Nationalbank, wo er sich mit volkswirtschaftlichen Fragen beschäftigte; 1969 Promotion in den Handelswissenschaften.
  • 1970 wurde er wirtschafts- und finanzpolitischer Berater des Finanzministers. Ab 1976 war er in leitender Funktion bei verschiedenen Kreditinstituten tätig.
  • Von 1984 - 1986 hatte er das Amt des Bundesfinanzministers inne. Von 1986 bis 1997 war er österreichischer Bundeskanzler, ab 1988 zugleich auch Parteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs. Nachdem innenpolitisch die Neutralität Österreichs einen EU-Beitritt lange Zeit behindert hatte, gelang es ihm, die Europa-Skepsis der Bevölkerung zu überwinden: eine große Mehrheit der Wähler sprach sich 1994 für einen Beitritt Österreichs zur EU aus.
Der Text der überreichten Urkunde lautet: Der Text der überreichten Medaille lautet:

Am Himmelfahrtstag, dem 25. Mai 1995, wurde im Krönungssaal des Rathauses, der ehemaligen Kaiserpfalz, der Internationale Karlspreis zu Aachen an den Bundeskanzler der Republik Österreich, Franz Vranitzky, verliehen in Würdigung seines langjährigen, unbeirrten Einsatzes für die Stärkung Europas, insbesondere für die Anbindung der Regionen Osteuropas an die Europäische Union.

Karlspreis zu Aachen 1995
Franz Vranitzky
Europa wachsen neue Kräfte zu

Der Festakt zur Preisverleihung fand am 25. Mai 1995 in Aachen statt. Anlässlich der Preisüberreichung wurden folgende Reden gehalten: