Der Karlspreisträger 1977

Walter Scheel

Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Zur Person:
  • Geboren am 8. Juli 1919 in Solingen.
  • Ausbildung zum Bankkaufmann; von 1939 - 1945 Kriegsdienst.
  • Von 1945 - 1953 Tätigkeit als Geschäftsführer bei mehreren Unternehmen, danach war er als selbständiger Wirtschaftsberater tätig.
  • Von 1950 - 1953 gehörte er als FDP- Abgeordneter dem nordrhein-westfälischen Landtag an. Von 1953 bis 1974 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, dessen Vizepräsident er von 1967 - 1969 war; daneben war er von 1955 - 1957 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS und von 1958 - 1961 Mitglied des Europäischen Parlaments.
  • 1961 übernahm er das Amt des Ministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit, das er bis 1966 ausübte. 1968 wurde er als Parteivorsitzender der FDP gewählt; von 1969 bis 1974 bekleidete er das Amt des Außenministers und Vizekanzlers. Danach wurde er für 5 Jahre zum Bundespräsidenten gewählt (bis 1979). Während seiner langjährigen politischen Arbeit hat er sich engagiert für die Festigung des europäischen Integrationsprozesses eingesetzt.
Der Text der überreichten Urkunde lautet: Der Text der überreichten Medaille lautet:

Am Himmelfahrtstag, dem 19. Mai 1977, wurde im Krönungssaal des Rathauses, der ehemaligen Kaiserpfalz, der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen übergeben an den Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Walter Scheel, in Anerkennung seiner Verdienste um die verantwortungsbewußte Mitarbeit der Bundesrepublik Deutschland in den Europäischen Gemeinschaften und seines unermüdlichen Strebens nach deren Festigung und weiterem Ausbau unter den Völkern Europas.

Karlspreis der Stadt Aachen 1977
Walter Scheel
Für Europa und den Frieden der Welt

Der Festakt zur Preisverleihung fand am 19. Mai 1977 in Aachen statt. Anlässlich der Preisüberreichung wurden folgende Reden gehalten: