Der Karlspreisträger 1960

Joseph Bech

Ehrenstaatsminister und Kammerpräsident des Großherzogtums Luxemburg

Zur Person:
  • Geboren am 17. Februar 1887 in Diekirch (Luxemburg).
  • Nach Studium der Rechtswissenschaft in Fribourg (Schweiz) und Paris, Promotion als Dr. jur. (1912); danach Tätigkeit als Rechtsanwalt. Ab 1914 war er Abgeordneter im Luxemburgischen Parlament; ab 1921 war er für vier Jahre Justiz- und Erziehungsminister, von 1926 bis 1937 Staatsminister und Präsident der Regierung.
  • Von 1937 bis 1953 war er Außenminister und Minister für Weinbau, davon mehrere Jahre Mitglied der Exilregierung (1940 - 1945).
    Von 1953 bis 1958 bekleidete er das Amt des Staatsministers und des Präsidenten der Regierung; danach übernahm er wieder das Amt des Außenministers (1958 - 1959) sowie das des Außenhandelsministers und Ministers für Weinbau. In der Nachkriegsphase wirkte er in seinen verschiedenen Regierungsämtern aktiv am europäischen Integrationsprozeß mit; er gilt als Mitbegründer der Montanunion und einer der konsequentesten Exponenten des Europa-Gedankens.
  • Von 1959 bis 1964 war er Präsident der luxemburgischen Abgeordnetenkammer.
  • Gestorben am 8. März 1975.
Der Text der überreichten Urkunde lautet: Der Text der überreichten Medaille lautet:

Der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen für das Jahr 1960 wurde am Himmelfahrtstag, dem 26. Mai, im Krönungssaal des Rathauses, der ehemaligen Kaiserpfalz, an Dr. Joseph Bech, Ehrenstaatsminister und Kammerpräsident des Großherzogtums Luxemburg, verliehen in Würdigung seiner Lebensarbeit und seiner hohen Verdienste für die Einigung Europas, die im alten Völkerbund begann und in den europäischen Institutionen ihre zielbewußte Fortsetzung fand.

<p>Karlspreis 1960 der Stadt Aachen<br />Joseph Bech<br />für Verdienste um Europa</p>
Der Festakt zur Preisverleihung fand am 26. Mai 1960 in Aachen statt. Anlässlich der Preisüberreichung wurden folgende Reden gehalten: